Nahrungsergänzungsmittel

“Durch Nahrungsergänzungsmittel zum Dopingsünder!” Eine Horrorvision für jeden Sportler, denn das derzeit gültige Dopingreglement stellt klar fest, dass der Nachweis einer verbotenen Wirksubstanz unmittelbar zur Disqualifikation und Sperre führt – unabhängig davon, wie die Substanz in den Körper gekommen ist. Nationale und internationale Studien haben leider gezeigt, dass fast 15% der am Markt befindlichen Produkte mit anabol-androgenen Steroiden (Prohormone) kontaminiert waren. Die österreichische Studie hat sogar ergeben, dass 22% der geprüften Produkte (überwiegend Eiweiß- und Kreatinpräparate) Prohormone beinhalteten. Fragebogen Nahrungsergänzungsmittel – Link zu Produkten und Firmen.

 

Auf dieser Seite finden Sie Produkte, die ein striktes Zertifizierungsprogramm für saubere Nahrungsergänzungsmittel durchlaufen haben.

 

Das IMSB Austria möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen,  dass die Angaben zu den Produkten eine Selbstauskunft der jeweiligen Firma ist und das IMSB keine Produktkontrollen durchführt.

 
Vermutungen, wie die Prohormone in die jeweiligen Präparate gekommen sein könnten, gibt es viele. Unsauberes Mischen bzw. Abfüllen der Inhaltsstoffe wurden genauso genannt, wie der Verdacht, der Hersteller hätte sogar bewusst Prohormone beigefügt, um so die Wirkung des Nahrungsergänzungsmittels zu verbessern. Wie dem auch sei, alleine die Tatsache, dass es solche kontaminierten Produkte auf dem Markt gibt, ist Grund genug, Maßnahmen zum Schutz der SportlerInnen zu setzen. Dies umso mehr, als besonders der Internetmarkt mit seinen fast täglichen Veränderungen unkontrollierbar ist. Das IMSB Austria hat daher bereits vor einigen Jahren wichtige Schritte zur Vermeidung von Dopingproblemen durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gesetzt. Hersteller und Vertreiber von Nahrungsergänzungsmitteln wurden eingeladen, Informationen zu ihren Produkten – insbesonders was Rohstoffe, Herstellung, Abfüllung, etc. betrifft – zur Verfügung zu stellen. Zur Datenerfassung wurde ein einheitlicher Fragebogen verwendet. Bei den Angaben handelt es sich ausschließlich um Selbstauskünfte des Unternehmens, welche durch rechtsgültige Unterschrift eines Firmenvertreters bestätigt wurden. 
Das IMSB Austria übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen das IMSB Austria, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Das IMSB Austria möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass die Auflistung der Produkte keineswegs als Empfehlung zum Kauf bzw. Konsum der Produkte gesehen werden darf. Damit soll in erster Linie sicher gestellt werden, dass jene Sportler, die Nahrungsergänzungsmittel verwenden wollen, nicht auf verunreinigte Produkte zurückgreifen. Viele Sportler glauben – obwohl übrigens die meisten Ernährungsexperten diese Meinung nicht vertreten – ohne Nahrungsergänzungsmittel keine optimalen Leistungen erbringen zu können bzw. nicht konkurrenzfähig sein zu können. Das IMSB Austria empfiehlt daher allen SportlerInnen, sich vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel ausführlich beraten zu lassen. Denn nur eine gezielte, auf die individuelle Situation des Sportlers (Ernährung, Training, etc.) exakt abgestimmte Supplementierung ist auch sinnvoll.

 

Prof. Hans Holdhaus (Direktor IMSB Austria)
Mag. Isabella Grabner-Wollek (Ernährungswissenschaftlerin)